Mir würde es auch nicht gelingen, völlig auf Fleisch zu verzichten. Aber ganz ehrlich, die Tiere tun mir echt leid, und ich gebe zu, der Verdrängungsprozess an die Massentierhaltung klappt in meinem Schädel hervorragend. Wir haben schon angeregt, öfter fleischlose Gerichte zu machen - aber dann nicht mit so Pseudofleisch Zeugs. Wenn Du mal bei U. Pollmer guckst, was für eine Chemiepaste das Zeugs ist, dann läßt Du es bestimmt auch. Dann lieber echt Natur und echt fleischlos. Auf der anderen Seite sind Pflanzen ja auch Lebewesen, wie Du als Biologe sicher noch besser informiert bist als ich. Es gibt doch sogar Pflanzen, die untereinander kommunizieren und auch so eine Art Bewußtsein zu haben scheinen.
Daher wird die beste Lösung vielleicht sein, daß man die Nahrung eben Raumschiff Enterprise-mäßig herstellen kann - irgendwann mal. Davor fährt man meiner Ansicht nach am besten, indem man sich "bewußt" ernährt und eben akzeptiert, daß die Natur eben ein fressen und gefressen werden ist. So grausam es auch scheinen mag.
Ja, da werden nun die Veganer aufheulen - und ich höre sie schon schimpfen und Teer und Federn für mich anzumischen....
Und damit sie nicht gleich wieder völlig durchdrehen, sage auch ich, daß ich niemandem etwas vorschreiben will. Ich akzeptiere auch eine Ernährung von Licht und Liebe - sowas soll es ja angeblich auch geben. ;-)
P.S.:
Bring den Artikel ruhig. Da geht es sicherlich wieder hoch her in den Kommentaren. Wenn es nicht zu ideologisch abgeht, finde ich das durchaus inspirierend.
Einfach die Zutatenliste durchgehen ... dann trennt sich die Spreu vom Weizen ... Da sollte man nicht verallgemeinern.
Die meisten, die von Pseudofleisch reden, haben vermutlich einmal in den letzten fünf Jahren einen 'Grünkernbratling' probiert und sich daraufhin eine abschließende Meinung gebildet. Ich finde z. B. viele auf Kichererbsen basierende Pasten (nur ein Beispiel) sehr lecker (sind proteinreich und nicht zu säuerlich).
Pflanzen kommunizieren mit Sicherheit (darüber habe ich vor längerer Zeit sogar selbst einen Artikel verfasst). Die Frage, ob man soweit gehen sollte, ihnen ein Bewusstsein zuzuschreiben, lasse ich hier einfach mal offen. Faszinierend sind diese Lebewesen allemal!
Das absolute Ideal wäre es natürlich, zu leben, ohne Leben zu vernichten. Wenn ich aber andere Lebewesen (Tiere, Pflanzen, Pilze) esse, sollte ich sie wenigstens vorher nicht quälen (so wie das in der Massentierhaltung geschieht).
Pflanzen haben eben auch den Vorteil, für dieselbe Menge an geliefertem Nährwert viel weniger Raum und Wasser zu verbrauchen als Nutztiere.
Nun, nichts ist in Stein gemeißelt. Der Löwe hat keine andere Wahl, als zu töten, um zu überleben, dem Menschen ging es lange Zeit genauso ... aber warum sollte er nicht darüber nachdenken, das zu ändern, sobald es ihm möglich wird? :)
Letztlich benötigt jeder Organismus Energie. Es gibt kein Gesetz, in dem geschrieben steht, dass diese Energie per se aus anderen lebenden Organismen stammen muss. :)
Ich bin bekanntermaßen stur (vertrete auch durchaus meine Ideale), verfahre aber zugleich nach dem (Diskussions-)Motto "leben und leben lassen" - selbst denen gegenüber, die Tiere nicht leben lassen wollen! :)))
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Ich habe sicherlich noch nicht die volle Bandbreite der alternativen Nahrung genossen. Tofu habe ich aber schon mal gegessen. Ich fand es essbar. Allerdings schrecken mich die Ausführungen von U. Pollmer über die Herstellung von Nahrung mit Soja wirklich extrem ab. Sein Video dazu findest Du übrigens auf Youtube - ich mag den schwarzen Humor von Pollmer sehr und halte ihn für jemanden, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Sowas ist mir stets sympathisch, was aber nicht heißt, daß alles stimmen muß, was er sagt.
Die Tierquälerei in der Massentierhaltung verdränge ich wie gesagt erfolgreich. Ich kann mir jetzt nicht auch noch diesen Schuh anziehen , da ich schon genug Lasten trage, und sonst selbst dabei draufgehe (Infarkt). Ja, das ist eine verdammt schlechte Ausrede, wenn es um Leben und Tod geht, dessen bin ich mir bewußt. Es ist ein Dilemma! :-(
Es bleibt mir also momentan nur der Weg, mich bewußt zu ernähren, nichts zu verschwenden und nicht jeden Tag Fleisch zu wollen. Grünkernküchle mit der Hälfte Rindfleisch munden mir sogar sehr - v.a. wenn ich sie in einer Ketchup-(ähnlichen) Soße mit viel Chilli ertränke. Zum Glück esse ich sehr gerne scharf. Damit läßt sich viel überdecken. Jetzt gleich werde ich rohen Ingwer verzehren. Auch Knoblauch und Zwiebeln esser ich gerne und in rauen Mengen. Sogar roh. ;-)
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Über wenige Lebensmittel gibt es so viele (teils widersprüchliche) Studien wie über Soja. Auf jeden Fall handelt es sich um ein hochinteressantes Lebensmittel voller faszinierender Inhaltsstoffe. :)
Ich finde Pollmers Video durchaus sehenswert (von ihm stammen übrigens auch andere interessante Hypothesen, z. B. die, dass schwangere Frauen gar nicht so häufig unter Eisenmangel litten wie angenommen, sondern es stattdessen biologisch sinnvoll sei, Eisen benötigenden Krankheitserregern möglichst wenig von diesem Nährstoff im Blut anzubieten ...).
Dennoch halte ich einfach mal einen seinen Thesen widersprechenden Artikel entgegen und gieße mir vor dem Einschlafen gleich noch etwas Sojamilch ins Glas, um sie sodann genüsslich zu eliminieren. :)
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Das Video von Udo ist duch seinen typischen bissigen Humor geprägt, was mir auch sehr gefällt. Das Soja nicht gleich allen die Fortplanzungsmöglichkeit raubt, sehe ich an mir selbst, habe ich doch Nachwuchs, obwohl ich Tonnen von Nutella verputz habe. ;-)
Den Zeitartikel kann ich leider nicht lesen, weil die Scherzbolde meine Mailadresse wollen, die sie natürlich nicht bekommen.
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Das sieht man auch an den Milliarden von Asiaten, die es trotz extensiven Sojagenusses immer noch gibt. :)
Dass Nutella Soja enthält, wusste ich gar nicht (esse es aber auch so gut wie nie).
Der Zeitartikel ist nur ein Beispiel ... das Internet hält eine Vielzahl an Quellen bereit (von denen natürlich einige mit Vorsicht zu genießen sind) ...
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