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Schöner Text, denke die Lösung sind die kleinen Dinge....
Ob das reicht weiss ich auch nicht....

Lieber @xels - das denke ich mittlerweile auch. Die kleinen Dinge oder die großen Dinge. Jedenfalls die Dinge, die man selbst in der Hand hat :-)

Komme zwar aus einer Bandarbeiter Familie aber da ists nicht anders, mein Vater würde mir ne Meditations Anleitung an den Kopf klatschen entweder man zieht es durch und bekommt den Audi/VW Lohn oder man tritt nen Schritt zurück und kann draußen für fast den selben Aufwand nur etwas "entschleunigter" ohne Nachtschicht mit der hälfte leben. Für jemanden mit nem alten Festvertrag ist es Suizid soetwas zu unternehmen. Mache selbst die meiste Zeit Home Office, das ist der letzte Dreck.

Aber nen zwischen Ding/ "Worklife Balance" ist im Dienstleister Bereich Utopie, das ist nur nen Mode-Trend aus New-York. P.S....Praktika auf kleinen Behörden waren immer super entspannt, das mit dem Beamten Dasein ist vielleicht das was Work-Life-Balance nahe käme ^^

Du sagst es. Im Dienstleistungsbereich hab ich noch keinen gesehen, der das schafft. Aufgeben will ich trotzdem nicht :-)

Hab mich jetzt auf 30 Stunden runter setzen lassen. Das ist schon mal ein Anfang, um dem staatlichen Gebilde etwas Geld zu entziehen. Den Verdienstausfall machen ich mit Steemit weg und zwar steuerfrei. Vielleicht bin ich ja irgendwann einmal gar nicht mehr angewiesen auf den Erwerbs-Job.

Jeder Euro, den man der Krake entziehen kann, ist ein guter Euro.
Bei mir würde das mit 30 h leider nicht gehen. Wenn, dann müsste ich komplett kündigen. Richtige Entscheidung jedenfalls von Dir. Vermutlich verdienst Du unter dem Schnitt nicht viel weniger.

Bin halt mit den letzten Euros im Spitzensteuersatz.

Toller Artikel lieber Leroy
Das blöde ist doch, dass uns eintrichtert wird, was wir brauchen. Ich habe deutlich nach meinen Abschied aus dem Land der des "Perfektionismus " am eigenen Leib gespürt. Es wird dir eingerichtert, dass du perfekt sein sollt, oder es zumindest anstreben sollst. Jede redet darüber und ist stolz perfekt sein zu wollen, auf Kleinigkeiten zu achten und sich darüber aufzuregen, wo es eigentlich nichts zu meckern gibt. Was ist die Folgerungs davon? Wir vergeuden unsere werd volle Lebenszeit und Energie und geilen uns darüber auf, wer perfekter ist als der andere.

"....ich bin perfekter als du... " das ist in Deutschland leider ja schon ein richtiges Machtspiel geworden. Ich kann und will solche Menschen nicht ändern, jeder hat sein eigenen Rad zu drehen, so wie er es drehen will. Ich drehe meines selbst, dazu habe ich mich entschieden.

Soll ich dir was sagen lieber Leroy? Ich fühle mich ohne den ganzen Kram frei, ja richtig frei sogar. Ohne Auto, ohne Möbel, ohne Deko Klumb, all den mist wo es zu kaufen gibt. Ich weiß nochwie es läuft. Man hat eine schöne Wohnung, ein Haus und kommt bei einem Geschäft vorbei und denkt sich, komm das kaufen wir, dass passt schön in die Ecke. Und so kaufst du und kaufst du Sachen, die es nicht braucht. Unglücklicher Nebeneffekt: Für alles was du kaufst musst du Arbeiten, oder das Geld wieder durch deine Arbeit zurück holen, weil es an einer anderen Stelle fehlt. Denn der Geldbeutel ist nicht unendlich gefüllt. Man arbeitet wirklich für den Konsum, eigene Erfahrung und Erlebnisse bleiben gnadenlos auf der Strecke und werden in künstlich erbauten Fun Parks am Wochenende mit den Kindern eine Lüge vorgespielt, das wäre das Leben und es macht Spass, so eingesperrt zu sein.

Dann kommt da noch die Nachrichten dass Deutschland der Umsatz ( oder wie hieß das nochmals ...) zurück gegangen sei, verflixt, es werden nicht mehr so viele Nichtsnutzige Dinge gekauft, Leute wir haben ein Problem! Es muss gekauft werden, looooooossss ;-). Ich pfeife ehrlich darauf, wenn im Radio diese Meldung kommt. Das ist mir zu doof geworden.

Ich kaufe dass nur noch was ich brauche, wirklich brauche und was meiner Arbeit, was mein Vergnügen ist, Hilfe gibt. Ein Dekoartikel für meine Ecke? Welche Ecke, ich habe keine Ecke. Bald ich weiter Reise verliere ich es wieder, weil ich es nicht mitnehmen kann. Ich kann dir sagen, das Leben ändert sich schlagartig bei diesem Lebensstil. Und mit Dauer auch die innere Einstellung. Es muss nicht für immer sein, dass man reist. Aber es hilft die innere Einstellung zu ändern, die Augen auf das Wichtige zu drehen.

Das ist eine Einstellung, für die andere 40 Jahre oder mehr brauchen. Hilft natürlich, den Druck vom Kessel zu nehmen. Hoffe, dass Ihr das auch durchhalten könnt, wenn Ihr wieder zurück seid :-). Danke für den klasse Kommentar, @travelwithus!

Danke dir Leroy ;-))

Das ist bewundernswert wie ihr das durchzieht. Aber dazu gehört eine Menge Mut, und nicht jeder ist dafür gemacht. Verzichten lernen ist aber der richtige Ansatz um Abhängigkeiten zu reduzieren. Leider ist das schwierig dort auszubrechen. Es werden einem täglich so viele schöne Dinge vorgeführt, dass es nach einiger Zeit unmöglich wird, zu erkennen was nötig und was Luxus ist. Ich halte das seit Jahren so, dass ich bei größeren Anschaffungen in der Regel das Geld noch ein paar Wochen/Monate zurückhalte und für mich selber prüfe, brauch ich das wirklich.
Manchmal klappt es, manchmal nicht.
Vor allem hat jeder verschiedene Prioritäten. So ist das neue Gears of War für mich lebensnotwendig, für meine Frau ein saublödes Spiel an der XBox ;)

Konsumverzicht oder -einschränkung ist eine notwendige Voraussetzung, aber nicht die Lösung des Problems. Es gibt noch andere Barrieren, die zu überwinden sind.

Ja das stimmt wohl. Aber so löst man die Schlinge der Abhängigkeit ein wenig. Raus aus der Spirale wird man als Otto Normalverbraucher nicht kommen. Auch der Weg von @travelwithus bringt Abhängigkeiten mit sich. Denn auch hier gilt: ohne Moos nix los.

Es gibt nur eine Antwort: Mit weniger zufrieden sein und ggf. auf der Karriereleiter stehen bleiben oder sogar absteigen. Da muss die Frau dann mitziehen, oder man muss sich entscheiden, weiterackern oder trennen.

Kinder? Da kann ich als Kinderloser nicht gut mitreden, aber mutmaßen: Wer versäumt hat, seinen Kindern entgegen aller schlechten äußeren Einflüsse beizeiten echte Werte einzutrichtern, hat wohl Monate ganz schlechter Zeiten vor sich. Aber besser als Jahre in Unzufriedenheit zu ruinieren ist es wohl dennoch.

Freunde? Man wird sehen, wer ist und wer nicht. Geht auch mit weniger.

Ich spreche aus Erfahrung, denn ich backe ganz bewusst kleinstmögliche Brötchen, damit ich nicht mehr arbeiten MUSS. Ich kann mir keine Luxuskreuzfahrt plus Skiurlaub plus ... mehr leisten. Auch kein neues Auto alle drei Jahre. Das war mal. Ich kann aber morgen mit meiner Frau nach Malle fliegen, wenn ich Bock habe, oder übermorgen, oder egal. Und nächstes Wochenende ins Elsass. Und in zwei Monaten ein paar Tage in der Toscana... Oder auch nicht. Brauche niemanden um Urlaub anzubetteln.

Diese Freiheit ist mit nichts aufzuwiegen! MIT NICHTS!!! Ich würde dafür sogar noch auf viel mehr verzichten, um sie zu erhalten. Baggersee statt Mittelmeer. Fahrrad statt Auto. Als lebenslanger Selbständiger bzw. Freelancer, der ständig rangeklotzt hat, um mir "was leisten" zu können, war es schwer, von diesem Karussell den Absprung zu kriegen. Schmerzhaft, denn es dauerte, bis ich merkte, dass ich mehr bekam, als ich aufgab, bis die Praxis in Einklang mit der Theorie kam.

Grundgütiger Gott, was hätte ich alles anstellen können, wenn ich das nur noch früher kapiert und entsprechend vorbereitet hätte! Wir alle haben eine begrenzte Menge an Zeit in uns, wir wissen nicht einmal wie wenig. Egal welchen Stundenlohn ihr habt, er wiegt eure Zeit NICHT auf!

Vielleicht ist hier ja ein(e) abhängig Beschäftigte(r) auf einem ähnlichen Trip und kann uns erhellen, wie man das anstellen kann. Ich habe da keine Erfahrung und stelle es mir sehr schwer vor.

Danke für Deinen Kommentar. Kann ich - als abhängig Beschäftigter - alles voll unterschreiben. Letztlich ist alles eine Frage der Prioritäten und Konsequenz. Mit Kindern und ohne Kinder ist allerdings ein Unterschied - wobei das das von Dir Gesagte prinzipiell nicht in Zweifel ziehen soll. Die Perspektive verschiebt sich dann allerdings in Teilen schon etwas. Ein weites Feld ...

Verzicht für einen selbst und Ansage an Schutzbefohlene ist nicht dasselbe.

Habe schon mit vielen Kumpels gesprochen. Was brauchen wir schon? Eigentlich ein Dach über dem Kopf, der Rest ist Bullshit. Sind die Kinder da, steht das zwar immer noch, aber Deine Kinder werden nicht im luftleeren Raum oder bei Dir zu Hause groß, sondern in der Schule. Sie orientieren sich an außen. Da eine Balance zu halten, ist nicht immer so einfach, wie man das selbst sieht.

Ja, da will ich absolut nicht widersprechen. Es klappt wohl nur, wenn die Kinder vom ersten Tag an als Individualisten erzogen wurden und nach einigen Jahren dickfellig gegenüber der kalten Luft im "nicht luftleeren Raum" geworden sind. Beispiel: Die Kinder der Amischen in USA. Die sind allerdings viele, nicht nur ein oder zwei. Das gibt mehr Halt, als ein einziges Elternpaar es kann.

Ich sehe und habe das ähnlich erfahren wie du @folker-wulff.
Wenn man beginnt Dinge los zu lassen auch wenn das zunächst Verzicht bedeutet gewinnt man auf der anderen Seite eine Lebensqualität die extrem wertvoll ist.

Das ist ein sehr passendes und aktuelles Thema!

Auch wenn man nicht mit den Dingen wie Familie versorgen, Kredite zahlen und über die Runden kommen kämpft.
Es gibt da noch die Einstellung " einen gut bezahlten Job, wirft man nicht weg". Der Karriereweg "muss" nach oben gehen. Und ich muss dir recht geben, gute Arbeit wird nicht belohnt mit mehr Verdienst, sondern mit mehr Arbeit.

Das schlimme daran ist! Sogar in Schulen für die Kinder kommt das Thema bereits an!
Da habe ich des öfteren mitbekommen wie Lehrer Gruppen zuteilen mit folgendem Fokus.
Jemand der hart Arbeiten, jemand der sich den Kopf zum Projekt macht und der Rest sind Mitläufer, nichts Arbeiter. Und wenn man nach dem Grund fragt, wieso man seine Projektpartner nicht selbst aussuchen darf - Weil es in der Arbeitswelt genauso zugeht!

Wie immer, ich mag deine Art zu schreiben und wie du die Themen auf den Punkt bringst! Danke

Kredite hatte ich noch gar nicht erwähnt. Das ist der letzte Sargnagel, denn dann MUSST Du weitermachen oder die Karten komplett legen. ... Evtl. muss man ein Ausnahmetalent sein oder mit dem Alter geheilt oder einfach saturiert, um da einen Blick für zu bekommen ... :-) Danke!

Ich habe Gott sei Dank solche Sargnägel nicht.
Ich hüte mich auch davor!

Saturiert oder gut situiert ist denke ich die aktuell einzige Möglichkeit.
Hmm, ich lass mich aber auch mal von der Zukunft überraschen. 😄

Seit beinahe 15 Stunden lagert dein Post in dem Ordner, den ich extra für schwere Fälle eingerichtet habe. Ich musste zwischenzeitlich überlegen, ob ich den Notarzt anrufe oder den Valentinstag absage.
Es ist 18:00 Uhr balkanesischer Zeit und ich sage:
Hallo Leroy!
Überlasse mir im Moment die Träumerei. Die Realität hat keine Prostataprobleme und kann getrost hinten anstehen.
Wie wäre es, wenn alle (und ich meine wirklich alle) Arbeitnehmer vom Aschermittwoch bis zum Freitag zwar unseren Arbeitsplatz aufsuchen, aber eben nicht mit Aktivität zur Umsatzsteigerung beitragen? Am Wochenende setzen wir uns dann mit unseren sogenannten Arbeitgebern zusammen und beraten darüber, wie es zukünftig solidarischer weitergehen kann.
Warum führen zwei Familien (Porsche & Piech) das Land Niedersachsen und die Belegschaft wie einen Ochsen am Nasenring durch das Land und sind sich dabei auch noch sicher, dass Kollateralschäden vom Steuerzahler und der Belegschaft beglichen werden?
Was spricht dagegen, dass der Ideenanreger belohnt wird - aber doch nicht bis ans Ende seiner Tage. Was nutzt die beste Idee, wenn sie nicht von uns umgesetzt wird? Home-Office, am Fließband oder als Leiharbeiter - wir haben alleine keine Chance gegen das Konglomerat der Gefestigten, die die freie Marktwirtschaft als angenehm empfinden, da sie bei Bedarf auch mal die Badewanne mit Champagner volllaufen lassen können.
Ich plädiere für Solidarität. Wir könnten die Verweigerung auch bis Ostern durchziehen. Damit wäre auch die Kirche zufriedengestellt. Fasten ist angesagt. Aber manchen tut es früher weh.
Einen schönen Valentinstag wünsche ich dir, Wolfram

Wie immer, antworte ich unüberlegt. Erstmal danke für die lange Antwort. Also ich find die Marktwirtschaft super. Zwingt mich ja keiner, für meinen Boss zu roboten. Kann auch Hartz IV machen und von morgens bis abends aufm Sofa rumgammeln oder mich mit Literatur und Stricken beschäftigen. Leroy hat auch nix gegen die Gefestigen. Die hatten halt Glück oder waren cleverer. Meist Letzteres! :-)
War eher so ein Jefühlsjedöns

Dein Jefühlsjedöns schlägt aber verdammt hohe Wellen!
Bestimmt wg. dem steigenden Meeresspiegel und dem Untergang der Sozialdemokratie.
Bis die Tage, Wolfram

Hallo lieber Leroy. Ich habe deinen Bericht gelesen und kann dir in allem nur beipflichten. Ich selber stelle mir oft die Frage, wie kann man denn etwas verändern? Willst du überleben bleibt dir bis zu einem gewissen Punkt ja nichts anders übrig, als bis zum Exzess zu malochen.

Sollte dir die Erleuchtung kommen und du auf die Bremse treten solltest, dann Frage ich mich was passiert mit deinen Kindern Frau etc. wenn du allein Verdiener bist? Von der Erleuchtung bekommst du auch keine Kohle um Strom, Gas, Telefon, Auto usw. zu bezahlen.

Bist du alleine, könntest du evtl. ab in die Berge und dort als Einsiedler leben! Ich selber sehe es in meinem Betrieb. Allein wenn man die Zahlen jedes Jahr liest. Wir haben im Jahr 2016 65 Millionen gemacht. 2017 wollen wir 75 Millionen machen und 2018 100 Millionen.

Genau da sehe ich, wo der Auslöser ist. Die, die schon genug haben wollen immer mehr. Ja wir bedienen uns an den kleinen die sich den Buckel krumm ackern, damit eine Handvoll sich den Arsch vergolden lassen können. Man wirft uns gerade immer so viel vor die Füße, dass es reicht mal ein Urlaub zu machen oder sich ein Auto auf 86 Monate zu finanzieren.

Es wird sich erst, was ändern, wenn es richtig kracht und wir wieder back to Basic müssen. Wo es heißt, ich gebe dir zwei Brote für eine Flasche Milch. Dann kannst du dir mit deinem Geld höchstens noch den Hintern abwischen. Denn zu mehr wird es nicht mehr reichen.

Liebe Grüße Markus

Danke für diesen Bericht. Du sprichst mir aus der Seele! Früher hatte ich meistens gut bezahlte und sichere Anstellungen - ich war aber nicht glücklich. Vor allem weil mir teilweise die Selbstbestimmung fehlte aber auch weil alle Arbeitsabläufe vorgegeben waren und ich mich fügen musste. Vor allem bei staatlichen Berufen. Meine Eltern waren aber stolz auf mich... Jetzt habe ich selber Familie und wir leben seit 1 Jahr hier in Bali. Unser tägliches Brot verdienen wir mit unserer Tauchschule. Klar ist der Anfang schwer, wenn man plötzlich selbständig ist und die Frage von Sicherheit taucht ab und zu auf. Mein Mann und ich sind nun aber sehr glücklich im Beruf und schauen sehr positiv in die Zukunft. Obwohl wir zurzeit mehr arbeiten als früher, bleibt mehr Glück zurück für die Familie. Wir haben hier viel weniger - aber doch so viel mehr! Liebe Grüsse inkl. Resteem von mir

Hey @leroy.linientreu,
spannendes Thema und interessant Deine Gedankengänge nachvollziehen zu können!

Neulich hatte ich eine interessante Unterhaltung mit einem Unternehmer, der nach weiteren Arbeitern sucht - weil er auch einen Schritt zurücktreten möchte.
Für ihn sei es schwierig mit Unternehmen wie Siemens, BMW oder VW "Lohn-/Gehaltstechnisch" mithalten zu können, da er nicht in der Lage ist die ganzen Sonder- und Bonuszahlungen an seine Mitarbeiter zu tätigen, wie das in den größeren Konzernen der Fall ist. In dem Zusammenhang sind wir auf die Steuern - Steuerverminderungen der "Großen" zu sprechen gekommen und schnell wurde klar, dass der Mittelstand eine riesige Barriere vor sich hat ... aber da bin ich jetzt vermutlich auch ein bisschen vom Thema abgeschweift. 😅

Mir persönlich hilft eine Wochenplanung am Sonntagabend ungemein. Dann kann ich alles in Ruhe klar strukturieren und noch einen Puffer für Spontanitäten einplanen. :)

Hallo @crypto2go. Danke für Deine Bemerkungen. Ja, es ist so. Der Mittelstand kann da nicht mithalten, egal ob er will oder nicht. Bei einem Riesenkonzern zu arbeiten ist fast wie auf dem Amt - da laufen die Sachen anders. Das mit der Wochenplanung ist ne gute Anregung.

Oh ja, Arbeiten von zu Hause. Der Knaller. Man ist nie fertig und könnte immer noch mehr machen und wenn man es geschafft hat, sich endlich vom Schreibtisch zu verabschieden, ist die Arbeit nur einen Blick entfernt. Ich vermisse die Zeit, als ich nach getaner Arbeit meinen Spind zugedonnert habe und mich der ganze Scheiß bis zum nächsten Tag nicht mehr gejuckt hat.

Tödlich. Wird als Fortschrift verkauft und ist nur eine zusätzliche Stufe der Versklavung.

Was hält Leroy von der Karriere als Circle-Jerker auf Steemit? Soll ja durchaus auch deutsche Gruppen geben, die sich so mehr oder weniger sinnvoll ihren Unterhalt "verdienen"!

Gibt es noch eine zweite Bedeutung von Circle-Jerker außer der, die mir Google gerade auswirft? :-)

Jo, so werden hier auf Steemit Gruppierungen genannt, die sich nur im Kreis voten, um so Profit rauszuholen ;) Soll z.b. einige aus der deutschen Bundeshauptstadt geben, die das ganz gerne machen!

Aha. Hab ich noch nicht mitbekommen.
Sollte aber natürlich funktionieren. Wenn Du mit einer sechsstelligen Papiergeld-Summe reingehst, 10 Accounts aufmachst und Dich im Kreis votest, hast Du jedenfalls eine erstklassige Verzinsung. Problem: Mir fehlt die sechsstellige Summe :-). Außerdem würde ich dann vermutlich kein Photo-Avatar reinsetzen.

Leroy ist ein ehrliche Seele und Amateur in dieser Hinsicht, das merkt man!
Im Idealfall investiert man natürlich nicht massig in Steempower, sonder least sich diese!

  ·  7 years ago Reveal Comment

Wofür nen zweiten Account? Leasen ist wohl aktuell (wenn überhaupt) was über Minnowbooster zu bekommen ;)

Habe das hier mit verfolgt und habe es mal ausgerechnet. Muss ich aber nicht hier breit treten habe dich auf Discord angeschrieben. Falls du da auch so heißt wie hier ;-)

Hab das vor ein paar Tagen auch gegoogelt und war nicht sonderlich überrascht XD
Stellte mir nur die Frage, wie das mit Steemit zusammenhängt.

Dieses Thema ist in der Tat zu komplex, als dass man darauf schnelle Antworten finden könnte, lieber Leroy.
Auch ich habe imer mehr das Gefühl, dass an meinem hart erarbeiteten Geld immer mehr Anzapfer angeschlossen werden, die es gnadenlos in ihren gierigen Schlund saugen. Daher freut sich der kleine @pipurilla auch jetzt schon auf seinen baldigen Ruhestand. Danach werden die Sauger sicher immer noch weitersaugen, aber dann muss ich wenigstens nicht mehr hart malochen für das Objekt derer Begierde und finde vielleicht sogar mehr Zeit SBD anzuschaffen - wenngleich die sicher auch irgendwann angezapft werden.

Ich drück Dir die Daumen und wünsch Dir alles erdenklich Gute. Du hast es Dir sicher verdient :-). Hoffentlich kannst Du es genießen.

Schade das Leroy keine Lösung parat hat, genau das wäre das interessante für dieses Dilemma gewesen ;)

Wenn ich eine habe, verkaufe ich sie und setze mich zur Ruhe :-D

Hey, zum Thema

Plus an Freiheit und Zufriedenheit

wird in dem Post von @jaki01 auch schon fleißig diskutiert

Leroy hat leider keine zufriedenstellende Antworten.

Wenns irgendwann mal soweit ist, hoffe ich hier darüber zu lesen :)

Gruß
Obvious

Jetzt, wo Du's sagst, merke ich, dass es vermutlich der Post von @jaki01 war, der mich veranlasst hat, dazu was zu schreiben. Ich schieb seit ein-zwei Tagen extrem schlechte Laune, seit ich meinen Urlaub vorzeitig abbrechen durfe. Er ist also schuld daran!! :-)

Meine persönliche Antwort: Man muss sich ein dickeres Fell zulegen und doch irgendwie eine LMAA-Attitüde entwickeln. Ich habe auch Kinder und Frau. Mein Brötchengeber hat mir schon vor geraumer Zeit durch die Blume klargemacht, dass sich karrieretechnisch bei mir nicht mehr so viel tun wird, nach oben ist aber auch nicht mehr so viel Luft... Also schließe ich jeden Tag nach 8 Stunden mein Büro ab und lasse den ganzen Kram da. Auch auf Dienstreisen hacke ich nicht während Zugfahrt oder Flug in den Schlepptop; bis jetzt hat alles auch so immer gut geklappt. Groß aufgebauschter Bohai hat sich im Nachhinein meist als Sturm im Wasserglas herausgestellt. Dieses Wissen hilft dabei, ein Augenmaß für berufliche Probleme zu entwickeln, um abzuschätzen, ob und wie nah man die an sich rankommen lässt.
Persönlich hilft mir noch mein Wochenend-Kontrastprogramm zum Job. Z.B Stallausmisten, Gartenarbeit, Haus und Hof instandhalten, Trecker fahrn, Computer komplett aus...
Fazit: Gelassenheit und der alte Spruch "In der Ruhe liegt die Kraft".

Das hört sich gut und realistisch an.

Ein demotivierender und gleichzeitig ziemlich geiler, pushender Beitrag! Danke. Ich habe aber auch keine Lösung dafür. In Teilzeit zu arbeiten hat meine Lebensqualität enorm verbessert. Aber das kann sich ja nun mal auch nicht jeder leisten. Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich keine Familie versorgen oder Kredite abbezahlen muss. Dass ich im Alter keine eigene Immobilie oder Kinder haben werde weiß ich und ob mich das dann glücklich oder unglücklich macht - keine Ahnung.

Teilzeit ist natürlich geil, wo es möglich ist. Das mit dem Kredit hatte ich gar nicht erwähnt, das ist natürlich die TODESFALLE schlechthin, egal ob für Konsum oder für Immobilien (was letztlich auch Konsum ist, solange es nicht als Investment genutzt wird). Moderner Feudalismus. Hast Du einen Kredit an der Backe, bist Du nur noch ein Roboter. In dem Rad war ich auch mal drin, da hatte ich schon vor paar Jahren die Notbremse gezogen und alles verkauft, Schulden zurückgezahlt. Das ist ein tolles Gefühl. Nie wieder!!

  ·  7 years ago (edited)Reveal Comment

Danke für Deine Bemerkungen. Ich habe das lange auch so gesehen wie Du. Mittlerweile sehe ich es anders. Hoffen auf außen oder die Politik hab ich mir abgeschminkt. Wissenschaftliche Erörterungen, warum Sachen so sind wie sie sind, interessieren mich auch nicht mehr so sehr wie früher. Mein Leben ist meins und das versuche ich in Ordnung zu bringen, soweit es in meiner Macht steht.
Kann aber nachvollziehen, was Du meinst.

  ·  7 years ago Reveal Comment

Ich musste erstmal Achtsamkeitskurse googeln.
Was es nicht alles gibt...
Diesen einen festen sicheren Job fürs Leben, den gibt es ja kaum noch.
Ich kenne Leute, die arbeiten in der Schweiz saisonweise und leben denn vom verdienten Geld günstig in einem anderen Land.
An sich eine gelungene Lösung für das Problem. Selbst mit Familie klappt das wohl ganz gut.
Oder wir geben uns alle dem Minimalismus hin. Ehhhh....
VG Max

Dein Motto
"Regelmäßiger Aufenthalt in der Natur dürfte wirkungsvoller sein als Entspannungskurse" lebe ich.
Kennst Du alle Bäume in dem abgebildeten Wald?
Grüsse Dich

Kommt drauf an, was Du unter kennen verstehst. Ich würde sagen: Jo.
:-)

Naja..., ähnlich wie in dem Film mit Kevin Costner "Der mit dem Wolf tanzt", als der Indianer sagte:

Was, Du hast Dich im Wald verlaufen? Wieso hast Du die Bäume auf Deinem Weg nicht angeschaut?

Bei folgendem Absatz muss ich ein wenig wiedersprechen:

Großfirmen wie Siemens, kann man sich das alles an den Hut stecken. Sabbaticals gibt es da nicht.

Sabbatical habe ich bei eben jener großen Firma gemacht. Allerdings um mich weiterzubilden. Also eine Auszeit war das nicht. Ansonsten kann ich dir nur zustimmen.
Man muss definitiv für sich entscheiden was wichtiger ist, Stress und zufriedene Kunden oder die eigene Gesundheit. Eigentlich eine leichte Entscheidung. Nur wie das im beruflichen Umfeld wahrgenommen wird ist eine andere Sache.
"Dann sind Sie hier falsch" könnte dem ein oder anderen Vorgesetzten dann vorschweben.
Durchaus möglich, dass das sogar stimmt.
Wie Du treffend formuliert hast:

Mehr an Zeit und Verantwortung verbunden sind, bleiben am Schluss vielleicht 150-200 Euro. Lohnt sich das?

Nein.

Das war meine Rede ... :-). Dass das nur bei großen Firmen geht - vermutlich haben wir uns missverstanden oder ich hab mich blöd ausgedrückt :-).
Den Satz: Da müssen Sie sich schon entscheiden und Ihre Prioriäten setzen hab ich auch schon diverse Mal gehört.

Beim erneuten lesen hab ich das "nicht" tatsächlich auch gesehen... Sorry ;)
Was so ein kleines Wort doch für einen Unterschied macht.

Habe ich tatsächlich noch nicht gehört.

Geiler Typ! Muss ich followen. Gefällt mir sehr gut und beschreibt absolut die Tretmühle in der man steckt. Hatte zeitweise „bück dich hoch“ von Deichkind im Kopf. 👍 hoffe auf weitere Wahrheiten von Dir 😀

Ich freu mich über jedes Kompliment, wobei ich zugeben muss, dass es mir in dem Fall lieber wäre, wenn Du meine knackige Nachbarin wärst und nicht ein virtueller Typ :-D

Vielleicht bin ich ja auch gar nicht Manuel Neuer!

Interessanter Artikel - da folge ich doch gerne. Ich muss sagen ich habe gleich 2x Glück: Ich habe einen Job, der mir Spaß macht und einen Arbeitgeber, bei dem das "neue" Denken (Glückliche Mitarbeiter = motivierte Mitarbeiter) schon angekommen ist. Für mich ist Homeoffice keine Arbeits-Falle, sondern eine Chance, denn als Teilzeitkraft (5h/Tag) und Mutter eines Kleinkindes bin ich um jede Flexibilität froh, die ich kriegen kann. Dass ich mit den 5h am Tag keine Karriere in dem Sinne machen kann, ist für mich in Ordnung - alles geht einfach nicht und das ist auch gut so. Wie immer eine Sache der Prioritäten. Richtig und wichtig fand ich auch die Aussage meines Vorredners: Man muss differenzieren, was man wirklich braucht und was einem nur eingeredet wird, was man haben müsste.

Oh wow, das passt ja wie Faust aufs Auge! Ich sinniere gerade über ein Studium um aus meinem jetztigen Job raus zu kommen.
Grüße aus dem Einzelhandel

Einzelhandel ist übel. Studium: Kommt darauf an, was. Rückblickend muss ich sagen, dass alle Geschwätzwissenschaften, zu denen ich auch die Ökonomie in der jetzigen Form großmäulig dazuzähle, reine Zeitverschwendung sind. Gezielte Fortbildungen bei IHK oder anderen ordentlichen Bildungsträgern dürften sinnvoller sein. Aber das nur ne Einschätzung vom Rande ohne genauere Kenntnisse Deiner Lage :-)

Geschwätzwissenschaften ist gut! Nein ich will aus dem Handel und dem Geschwätz raus, wieder hinter den Bildschirm, also Informatik :-)
Der größte Vorteil daran ist, man kann sich so asozial verhalten wie man möchte, man bedient nur ein Klischee :D

Ein Spiel aus Ja, Nein, Vielleicht. Entschleunigung im Zeitalter des immer "Mehr" und "Schneller", schwierig. Das unbekannte am nächsten Tag macht sicherlich auch zu schaffen, je nach Job.

Für mich heißt das, es muss ich generell was ändern. Das ganze System in dem der Mensch jetzt steckt.

Danke für Deinen Kommentar. "Es muss sich was ändern" - bringt Dich nicht weiter. Frage ist immer: Was kann ich machen, ohne darauf warten zu müssen, dass sich irgendwann mal was ändert :_)

Stimmt, hast du recht.